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Eine Woche zu Gast in Kobrin

Vereinsdelegation besucht Uelzens Partnerstadt

Foto: privat - Beim Besuch im Kinder- und Jugendzentrum

"Bereits 1087 bedürftige Bürgerinnen und Bürger haben in diesem Jahr im Verteilungspunkt nach Bekleidung, Schuhen, Gehhilfen oder Rollatoren gefragt", erklärte Valentina Jakubez, Leiterin der Sozialstation "Barmherzigkeit" in Uelzens weißrussischer Partnerstadt Kobrin.

Ingrid und Dieter Schinkel, Christa und Friedhelm Mertens sowie Dieter Beck vom Uelzener Verein für deutsch-weißrussische Beziehungen beeindruckte diese Zahl sehr. Sie verbrachten jetzt eine Woche in der Partnerstadt, um sich direkt vor Ort über die aktuelle Lage in Weißrussland zu informieren.

"Die Läden in Kobrin sind zwar voll, aber nicht jeder kann die steigenden Preise bezahlen. Schon jetzt sind bei uns  alle Termine für die Verteilung der Spenden aus Uelzen bis zum Jahresende vergeben", erklärte Jakubez.

Gerade sei die lang erwartete Genehmigung  aus Minsk gekommen, um die im Zoll-Lager eingelagerten Sachspenden aus Uelzen verteilen zu können. Vor einigen Wochen hatte der Uelzener Verein sieben Tonnen an humanitärer Hilfe nach Kobrin geschickt.

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Die Vereinsdelegation aus Uelzen besuchte zahlreiche Sozial- und Bildungseinrichtungen, um aktuelle Bedürfnisse zu ermitteln und neue Projekte zu besprechen: So ist für 2018 ein Informationsbesuch von Kobriner Berufsschulvertretern in Uelzen vorgesehen. Für das Kinder- und Jugendzentrum, eine große Institution mit vielen Fachrichtungen für zurzeit 2662 Kinder und Jugendliche, hatten die Hansestädter Material für den Bereich Kunst und kreatives Gestalten sowie sehr gut erhaltene Musikinstrumente mitgebracht.

Beim Empfang der Delegation im Kobriner Rathaus freute sich Bürgermeister Alexander Sosulja über die erfolgreiche Teilnahme Kobriner Jugendlicher am Internationalen Jugendcamp in der Hansestadt. Er versprach jede mögliche Unterstützung bei einem angedachten Gegenbesuch der deutschen Teilnehmer.

Foto: privat - Empfang beim Bürgermeister Alexnader Sosulja (Mitte)

Sehr emotional war der Besuch in der Sozialeinrichtung "Zweite Chance", in der geistig und körperlich behinderte junge Erwachsene liebevoll betreut werden. Hier kam es zu einem überraschenden Wiedersehen mit dem heute 27-jährigen Dennis Surowzew. Er war als kleiner Junge Opfer einer Granatenexplosion und wurde auf Vermittlung des Vereins mehrfach kostenlos in Uelzen mit Beinprothesen versorgt.

Foto: privat - Dennis Surowzew und Ingrid Schinkel

In Gesprächen mit Kobriner Bürgern spürten die Uelzener eine gewisse Sorge über die weitere Entwicklung im Nachbarland Ukraine. Manch einer sei auch durchaus stolz darauf, dass gerade die weißrussische Hauptstadt zum Ort der internationalen Waffenstillstandverhandlungen geworden ist.

Die Städtepartnerschaft zwischen Uelzen und Kobrin besteht seit 1995. "Der Verein für deutsch-weißrussische Beziehungen füllt diese mit Leben und engagiert sich in vorbildlicher Weise. Dafür sind wir sehr dankbar", sagt Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt.

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